Sie war lange Zeit der größte Arbeitgeber auf der  Mittleren Alb. Die Standortverwaltung (StOV), die seit 1958 in Münsingen präsent war, hatte zu Spitzenzeiten  460 Angestellte, Beamte, Arbeiter und Auszubildende in ihren Reihen.

Die Standortverwaltung zieht 1958  ins Neue Lager ein.Nachdem Anfang der 2000er-Jahre das Berliner Verteidigungsministerium  mitgeteilt hatte, dass die Herzog-Albrecht-Kaserne geschlossen wird, war klar, dass auch die Tage der StOV gezählt sind. Ende September 2004 schloss sie für immer ihre Pforten.

Begonnen hatte alles am 1. Februar 1958. Hans-Jakob Hassel eröffnet im einstigen Wachgebäude des Neuen Lagers, aus dem Mitte der 1960er-Jahre die Herzog- Albrecht-Kaserne wird, die StOV Münsingen.

In den ersten Jahren sind die Arbeitsbedingungen schwierig, denn die Stationierung der Soldaten hat Vorrang. Es fehlt an Werkstätten und Lagern.Hassel und seine Männer sind nicht nur für den Truppenübungsplatz sowie Altes und Neues Lager zuständig. Sie versorgen - mit wenigen Ausnahmen - alle Truppenteile und Dienststellen in den Landkreisen Münsingen und Alb- Donau.

1964 wird die Standortverwaltung in eigener Sache tätig. Die Behörde kauft das ehemalige Hardt-Hotel in Auingen, um dort die neuen Büros zu eröffnen.

Eine der einschneidensten Veränderungen für die Mitarbeiter der Standortverwaltung beginnt 1992 als die Franzosen aus Münsingen abziehen. Der Truppenübungsplatz geht mit sämtlichen Einrichtungen für die übende Truppe an die Bundeswehr über. Es beginnen umfangreiche Arbeiten im Alten Lager. Die Unterkünfte werden auf Vordermann gebracht.

Gebäude der Standortverwaltung.Während einer Betriebsversammlung  2001 gibt Dienststellenleiter Hans-Jürgen Maurer überraschend bekannt, dass die StOV Ende 2004 geschlossen werde.

„Die Ursache für die Auflösung der Standortverwaltung liegt nicht am Standort, sondern letztlich an großflächigen Überlegungen und den entsprechenden  politischen Entscheidungen”, so Vizepräsident der Wehrbereichverwaltng V, Klaus Niemeyer.